Also arbeite ich weiter. Ich sorge weiterhin dafür, dass die Welt, in der sie leben, sauber bleibt, auch wenn sie die Frau vergessen haben, die sie mit aufgebaut hat.
Deshalb war ich an jenem frühen Dienstagmorgen an der Autobahnraststätte – allein, mitten in meiner Schicht, und schob einen Mopp über kalte Fliesen, während draußen der Himmel noch schwarz war.
Da habe ich es gehört.
Zuerst klang es nach nichts. Ein leises, abgehacktes Geräusch. Fast wie ein streunendes Kätzchen.
Ich hörte auf zu atmen.
Dann kam es wieder – diesmal deutlicher. Ein dünner, verzweifelter Schrei, der nicht in ein leeres Badezimmer gehörte.
Ich ließ den Wischmopp fallen und folgte dem Geräusch.
Es führte mich hinter den zweiten Mülleimer – den, der immer zuerst überquoll. Ich kniete mich hin, mein Herz klopfte, und zog den Eimer beiseite.
Und da war er.
Ein neugeborener Junge.
Winzig. Zitternd. Eingewickelt in eine schmutzige, abgenutzte Decke, zwischen zerrissenen Papiertüchern und leeren Snackverpackungen. Jemand hatte ihm einen verwaschenen, dunkelblauen Kapuzenpulli untergelegt, als ob diese kleine Gnade alles andere wettmachen könnte.
Er lebte.
Kaum.
Ich nahm ihn in meine Arme, ohne nachzudenken, und drückte ihn an meine Brust, als ob mein Instinkt mich an etwas erinnerte, das mein Verstand noch nicht begriffen hatte.
Und in diesem Moment – als ich mit einem weggeworfenen Baby auf dem kalten Badezimmerboden stand – wurde mir klar, dass sich etwas für immer verändert hatte.
Denn zum ersten Mal seit Jahren…
brauchte mich jemand.
Obwohl er dort einfach zurückgelassen worden war, hatte sich jemand die Zeit genommen, um sicherzustellen, dass es ihm so gut wie möglich ging. Ihm war nichts passiert. Er war einfach nur dort zurückgelassen worden und hatte darauf gewartet, gerettet zu werden.
In die Decke war ein Zettel gesteckt:
„Ich konnte es nicht. Bitte beschützen Sie ihn.“
„Oh, mein Gott“, flüsterte ich. „Schatz, wer konnte dich nur zurücklassen?“
„Ich konnte es nicht. Bitte beschützen Sie ihn.“
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